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Fürstlicher Ehrenschirmherr

Nicht jedes Fest kann mit einem echten Fürstenehepaar als Schirmherren aufwarten. Für Waldthurn ist dies 2017 bei der 800-Jahr-Feier aber der Fall.

„Aufgrund der langen und guten Zeit, in der die Familie Lobkowicz den Markt Waldthurn begleitet hat, wäre es eine Ehre, wenn Ihre Durchlaucht Fürstin Elisabeth von Lobkowicz und Ihre Durchlaucht Fürst Jaroslav von Lobkowicz die Ehrenschirmherrschaft für das 800-jährige Jubiläum übernehmen würden“, sagte der Waldthurner Heimatpfleger Georg Schmidbauer aus Oberbernrieth. Am Samstagmorgen machte sich ein vollbesetzter Bus Richtung Böhmen auf, um die Ehrenschirmherrschaft des Fürstenehepaars im tschechischen Krimice bei Pilsen zu erbitten. An der Spitze stand der Organisationsausschuss des Fests mit Bürgermeister Josef Beimler, Thomas Bergmann und Christian Gallitzendörfer. Auch dritter Bürgermeister Hans-Peter Reil, Markträte, Pfarrgemeinderatssprecherin Birgit Bergmann, Kirchenpfleger Max Kick und einige Festdamen um Karin Kleber waren angereist.

Unter den Klängen der Trachtenkapelle Waldthurn marschierte die beeindruckende Abordnung in das Schloss des Fürstenehepaars in Krimice ein. Ein echter Hingucker war die „Historisch Hochfürstlich Lobkowitzsche Grenadiergarde der Gefürsteten Grafschaft Sternstein“, die unter Leitung von Christian Kraus ihre Aufwartung machte und im Garten des Schlosses einen Ehrensalut abfeuerte, der die Einheimischen hellhörig werden ließ.

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Die Waldthurner Abordnung bat Fürst Jaroslav von Lobkowicz (mit rotem Pullunder) und Fürstin Elisabeth von Lobkowicz (rechts davor), die Ehrenschirmherrschaft für die 800-Jahr-Feier zu übernehmen. Bild: fvo

„Vítáme Vás“ – herzlich willkommen“, meinte der Fürst, der Abgeordneter im tschechischen Parlament ist, eine Sauerkrautfabrik sowie eine Gärtnerei führt und eine große landwirtschaftliche Fläche bewirtschaftet. Bürgermeister Beimler erinnerte an die erste urkundliche Erwähnung des Markts Waldthurn 1217. „So können wir im nächsten Jahr vom 9. bis 18. Juni das 800-jährige Jubiläum feiern.“ Von 1666 bis 1807 war Waldthurn unter der Regierung der Familie Lobkowitz. Es war die sogenannte Goldene Zeit von Waldthurn. „Danach mussten wir uns dem Königreich Bayern unterordnen“, meinte Beimler.

Die Organisationsleiter Thomas Bergmann und Christian Gallitzendörfer überreichten einen Blumenstrauß sowie einen Geschenkkorb mit regionalen Oberpfälzer Produkten an die Durchlauchten. „Wir übernehmen die Ehrenschirmherrschaft sehr gerne“, antwortete der Fürst unter dem Applaus der Gäste aus der Oberpfalz. „Nur durch solche Aktionen können wir die Spaltung zwischen Deutschen und Tschechen, hier speziell zwischen Böhmen und der Oberpfalz wieder schließen“, schwärmte die Fürstin. Der Bürgermeister von Krimice, Vít Mojžís, meinte, dass hier eine „klasse Truppe“ aus der Oberpfalz angereist sei, deren Wunsch das Fürstenpaar bestimmt nicht abschlagen werde.

34 Festdamen für „800 – Jahrfeier“

Schon zu Weihnachten traten die 34 hübschen Festdamen der „800 – Jahrfeier im Jahr 2017“ das erste Mal an die Öffentlichkeit und verkauften süße Köstlichkeiten wie Spitzbuben oder Engelsaugen an die Gottesdienstbesucher.

Derzeit steht für die jungen Frauen die Anprobe für die feschen Dirndl bevor. Gespannt darf man auch auf die historischen Gewänder sein. Diese wurden bereits in Plößberg bei der Schneiderei Kreuzer, bei der man schon bei der 775-Jahrfeier vor 25 Jahren „in der Kundschaft“ war, angemessen.

Am Samstag, 21. Mai ab 14 Uhr legen die 34 Damen ihre 68 zarten Hände bei einer Autowaschaktion am Waldthurner Bauhof an den Fahrzeugen der Bevölkerung an.

Kaffee, Kuchen, Wurstsemmeln werden die Wartezeit der Autobesitzer kulinarisch verkürzen. Bei den Vorrundenspielen der Fußballeuropameisterschaft im Juni diesen Jahres bieten die Damen im Pfarrheim jeweils ein Public Viewing an. Übrigens – wer jetzt keine Festdame ist, ist selbst schuld. Es sind keine Anmeldungen mehr möglich.

Ab zirka Oktober / November gibt es den „800 – Jahre Waldthurn Kalender“ der hübschen Festdamen.

Bild (fvo) Festdamen mit Festausschuss der 800-Jahr Feier

Bild (fvo) Festdamen mit Festausschuss der 800-Jahr Feier

Zum Festausschuss Festdamen gehören:

Als Leiterin Karin Kleber, Birgit Bergmann, Maria Greim, Martina Pankotsch, Birgit Bocka, Hans-Peter Reil, Antonia Ebnet (Schriftführerin), Franziska Ebnet, Erna Gollwitzer und Hannah-Sophia Hornstein.

Bild (fvo) Festdamen mit Festausschuss der 800-Jahr Feier

Spitzbuben und Engelsaugen

Am vergangenen Wochenende traten die Festdamen des Heimatfestes 2017 erstmals an die Öffentlichkeit. Passend zur Adventszeit verkauften die jungen Frauen nach dem Vorabendgottesdienst am Samstag Glühwein, Kinderpunsch sowie Weihnachtsplätzchen und jeweils nach den Sonntagsgottesdiensten ihre süßen Köstlichkeiten.

Insgesamt 130 Päckchen mit 25 Sorten Gebäck wie Nugatstangen, Lebkuchen, Rotweinplätzchen, Orangenzungen, Vanillekipferl, Schokocroissant und Champagnerplätzchen hatten sie selbst gebacken. Auch ausgefallene Leckereien mit den Namen Spitzbuben oder Engelsaugen waren mit dabei.

„Der Erlös der Plätzchen-Aktion geht mit in die Kasse zum Kauf der Festkleider“, erklärte Karin Kleber vom Unterausschuss Festdamen.

Bild (fvo) Am Eingang zur Sakristei schenkten den Festdamen der „800 – Jahrfeier im Jahr 2017“ nach dem Vorabendgottesdienst am Samstag Glühwein mit und ohne Alkohol aus. Viele Gläubige deckten sich mit selbstgebackenen Weihnachtsplätzchen ein.

Bild (fvo) Am Eingang zur Sakristei schenkten den Festdamen der „800 – Jahrfeier im Jahr 2017“ nach dem Vorabendgottesdienst am Samstag Glühwein mit und ohne Alkohol aus. Viele Gläubige deckten sich mit selbstgebackenen Weihnachtsplätzchen ein.

Waldthurner Heimatfest 2017 nimmt Form an

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Das Logo zum Heimatfest

Das Jahr 2017 steht ganz im Zeichen der 800-Jahr-Feier der ersten urkundlichen Erwähnung Waldthurns und gleichzeitig der Erinnerung an 500 Jahre Markterhebung Waldthurn.

Seit geraumer Zeit laufen intensive Vorbereitungen in den Unterausschüssen und dem Organisationsausschuss, um ein außergewöhnliches Festprogramm für dieses Ereignis auszuarbeiten. Bereits jetzt steht ein vielfältiges Rahmenprogramm, für das hochkarätige Bands und Kapellen vorgesehen und zahlreiche Höhepunkte, wie dem „Tag der Jugend“ am Badeweihergelände geplant sind.

Die Organisation und Gestaltung der Örtlichkeiten und Attraktionen rund um den Festplatz übernimmt der Unterausschuss „Festplatz/Verpflegung“.

Der Unterausschuss „Festschrift“ kam in den ersten beiden Sitzungen überein, auf etwa 250 bis 300 Seiten nicht nur den historischen Hintergrund, sondern auch schwerpunktmäßig die neue Zeit zu beleuchten.

Im Unterausschuss „Werbung“ stand von Beginn an im Vordergrund, ein Logo zusammen mit einem fetzigen Slogan auszuarbeiten, um den Festlichkeiten eine markante Außendarstellung mit hohem Wiedererkennungswert zu geben. Tradition und modernes Auftreten mussten genauso auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht werden wie ein ansprechendes Erscheinungsbild und Funktionalität. Nach vielen Ideen und Vorschlägen einigte man sich auf ein Signet, in dem eine Gans einen Turm mit ihren Schwingen umfasst. Der Spagat zwischen dem traditionellen Wappenelement und einem kleinen Schuss Selbstironie war somit geglückt. Die Skizze für das Signet lieferte Dominik Klos, die grafische Ausfertigung in zwei reproduzierbaren Varianten und die Ergänzung mit den dazugehörigen Daten erarbeitete dann Manfred Müller. Beim Slogan einigte man sich zusammen mit dem übergeordneten Festausschuss auf den Leitspruch: „Heimatfest Waldthurn – …dou gemma hi“. Weitere Maßnahmen wurden vom Ausschuss „Werbung“ bereits ins Rollen gebracht. So werden ab Dezember in verschiedenen Phasen mögliche Werbepartner für die Feierlichkeiten kontaktiert. Aufruf ergeht hierbei an die Waldthurner Geschäftswelt diese hervorragenden Werbemöglichkeiten wahrzunehmen. Auch in puncto Festbekleidung sind schon Fakten geschaffen worden, über die verschiedenen Textilien und die Möglichkeit des Erwerbs informiert der Unterausschuss Werbung dann zu einem geeigneten Zeitpunkt.

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